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Spiegelreiten

Eine Therapie mit Pferden – Das Pferd als Co-Therapeut bietet uns viele unverzichtbare Vorteile in der Arbeit mit behinderten und kranken Menschen. Durch sein Wesen, seine unterschiedlichen Einsatzgebiete und sein wertfreies Auftreten, vereinfacht es uns als Therapeuten, über ihn an den Teilnehmer besser heranzukommen, Übungen intensiver auszuüben und auf allen Ebenen zu arbeiten. Durch sein Exterieur, seine Bewegungen, seine Harmonie und sein soziales Verhalten können wir in jeder Hinsicht von Ihm profitieren.
„Unsere Pferde werden als unersetzliche Partner in der Therapie verstanden, denn sie leisten mit ihren unterschiedlichen Charakteren wertvolle Hilfestellung im Umgang mit den Patienten.“
Bei einem Pferd kann der Mensch sich in Ausdruck und Körpersprache wieder erkennen, z.B. Freude, Furcht und Neugierde. Das Pferd möchte zu dem Menschen eine Beziehung aufbauen, seine emotionalen und sozialen Bedürfnisse stillen, genauso wie der Mensch das auch möchte.

Das Wesen der Pferde

Pferde faszinieren uns Menschen schon seit vielen tausend Jahren. Durch Ihre Schönheit, Ihr Temperament und Ihre Dynamik fesseln Sie unseren Blick und inspirieren uns. Früher wurden die Pferde überwiegend als Arbeits- und Kampftiere eingesetzt. Im Laufe der Zeit wurden Reitpferde aus Ihnen. Heutzutage finden wir vereinzelt noch die Arbeitspferde und überwiegend die Reitpferde in unseren Ställen.
Pferde sprechen den Menschen auf vielen Ebenen an, die oft nicht erklärt werden können. Weit oben steht die emotionale Ebene. Die Menschen pflegen Ihre Pferde, verbringen Zeit mit Ihnen, versorgen Ihre Wunden, fördern Ihre besonderen Fertigkeiten und bilden Sie aus. Nicht nur das Pferd lernt ständig im Umgang mit dem Menschen, auch der Mensch lernt ständig im Umgang von und mit dem Pferd. Durch sein wertfreies Verhalten ist es dem Pferd egal wie der Mensch aussieht, welche Kleidung er trägt oder ob er besondere Fertigkeiten besitzt – Hauptsache er geht gut mit dem Pferd um. Das Pferd spiegelt seinen Besitzer/Reiter in seinem Verhalten und in seinem Umgang. Ein Pferd wird nur aggressiv wenn ihm Aggressivität entgegengebracht wurde. Pferde haben ein imposantes Auftreten, Ihre Bewegungen sind bewundernswert und rasant. Für die Reittherapie ist ein erheblicher Vorzug die dreidimensionalen Bewegungsabläufen, die das Pferd auf seinen Reiter überträgt. Dies hilft dem Teilnehmer, seine Wirbelsäule aufzurichten und besser im Gleichgewicht auf dem Pferd zu sitzen. Das Getragen werden wird von vielen Teilnehmern als beruhigend und fördernd empfunden.
Dies kann bestimmte Erinnerungen auslösen, an denen wiederum im Therapeutischen Ansatz weitergearbeitet werden kann.

Vorteile von Pferden als Co-Therapeuten

Eine Krankheit im menschlichen Körper geht nicht ohne emotionale Störungen einher. Nur das Symptom zu bearbeiten entspricht nicht unserem ganzheitlichen Ansatz, wir suchen nach der Ursache. Und zur Ursache gehören immer emotionale Erlebnisse. Diese emotionalen Bereiche lassen sich mit einem Pferd hervorragend herausfinden, bearbeiten und ggf. auflösen um an den Symptomen weiterzuarbeiten. Teilnehmer in der Reittherapie, wirken nach einer Therapieeinheit oft befreit und heiter. Das Selbstwertgefühl wird in allen Fällen enorm gesteigert.
Pferde, die als Co-Therapeuten eingesetzt werden, sind sensibel und einfühlsam, sie liefern uns eine Menge Antworten in Bezug auf den Teilnehmer und wissen, wie sie auf das Individuum einzugehen zu haben.
„Sie bringen sich in hohem Maße, jedes Einzelne mit seiner unverwechselbaren Persönlichkeit, durch aktive Mitarbeit in das Therapiegeschehen ein. Sie haben die Fähigkeit, ihre Wahrnehmung auf den Patienten zu richten und eine individuelle Interaktion mit ihm aufzunehmen.“
Das Therapiepferd hilft uns Therapeuten, das Befinden des Teilnehmers herauszufinden. Indem das Pferd seinen Teilnehmer in seinem Verhalten spiegelt, bekommen wir Eindrücke wo der Teilnehmer gerade steht und wie es Ihm ergeht. Das Pferd kann die Stimmungen des Menschen sehr positiv beeinflussen. Bedürfnisse nach Angenommensein und Zuwendung werden von dem Pferd auf unterschiedliche Art und Weise befriedigt.
Genauso kann das Pferd dem Teilnehmer Grenzen aufzeigen, die von dem Teilnehmer oft besser angenommen werden, als wenn diese von dem Therapeuten kommen.